Dr. phil. Leonore Scholze-Irrlitz

Dr. phil. Leonore Scholze-IrrlitzTeilprojektleiterin (Berlin):
„Volkskunde in der Metropole. Zur Entstehung eines volkskundlichen Wissensmilieus und zur Produktion kultureller Wissensformate in Berlin.“

 

Kontakt 

Landesstelle für Berlin-Brandenburgische Volkskunde am Institut für Europäische Ethnologie
Mohrenstr. 41
10117 Berlin
Tel. 030/2093-3720/-3703
Fax  030/64398248
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Studium/Akademische Laufbahn

  • 1992 Promotion in Berlin bei Wolfgang Küttler, Wolfgang Jacobeit, Wolfgang Kaschuba („Anthropologische Aspekte in der Geschichtsschreibung. Eine Studie zu Problemen sozial- und kulturhistorischer Methodik bei Jacques Le Goff und Aaron J. Gurjewitsch
  • 1991-1992 Stipendium der Republik Frankreich an der EHESS in Paris
  • 1988-1991 Forschungsstudentin am Bereich Ethnographie der Humboldt-Universität zu Berlin und am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1983-1988 Studium der Volks- und Völkerkunde sowie Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 1982-1983 Studium der Marinen Ökologie an der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock

 

Stellen/Tätigkeiten

  • Seit 2/1995 Leiterin der Landesstelle für Berlin-Brandenburgische Volkskunde am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 10/1992-1/1995 Leiterin des Regionalmuseums „Burg Beeskow“
  • 10/1991-6/1992 Stipendiatin an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris
  • 3/1991-9/1991 Leiterin des Museums für Natur- und Heimatgeschichte des Kreises Beeskow-Storkow
  • 9/1981-8/1982 Laborantin am Institut für Binnenfischerei Berlin

 

Forschungsschwerpunkte

  • Historische Anthropologie
  • Wissens- und Wissenschaftsgeschichte
  • Anthropologie ländlicher Räume
  • Nachhaltigkeitsforschung
  • Migrations- und Transitionsprozesse
  • Museum und Musealisierung

 

Publikationen (Auswahl)

  • Moderne Konturen historischer Anthropologie. Eine vergleichende Studie zu den Arbeiten von Jacques Le Goff und Aaron J. Gurjewitsch, (= Europäische Hochschulschriften, Bd. 36, Reihe XIX, Abt. B: Ethnologie), Frankfurt/M. u. a. 1994, 190 S.
  • Auf den Schultern der Frauen. Flucht und Vertreibung, Umsiedlung und Neuanfang im Landkreis Beeskow/Storkow (1945-1950). In: Flucht und Vertreibung 1945-1995 (hrsg. V. Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg), Filderstadt 1996, S. 35-49
  • Erfahrungen mit der Geschichte: Menschen westlich der Oder. TransOdra. Deutsch-Polnisches Informations-Bulletin 10/11, Potsdam 1995, S. 19-25
  • Alltagskultur im Umbruch (hrsg. zus. m. W. Kaschuba u. Th. Scholze), Weimar u. a. 1996, 260 S.
  •  Arbeit für den Feind. Zwangsarbeiter-Alltag in Berlin und Brandenburg 1939-45 (Hrsg. zus. m. K. Noack), Berlin 1998, 152 S.
  • Zehn Jahre Gesellschaft für Ethnographie – Europäische Ethnologie in Berlin (zus. m. Thomas Scholze), Berliner Blätter 23/2001, 192 S.
  • Forschungsbericht "Freizeitverhalten in der DDR und in den neuen Ländern: Geselligkeit, Fest- und Konsumkultur" (zus. mit W. Kaschuba, I. Merkel u. Th. Scholze), Enquetekommission des Bundestages, Berlin 1998, 125 S.
  • Das Durchgangslager für Zwangs- und Fremdarbeiter des Landesarbeitsamtsbezirks Brandenburg in Berlin-Wilhelmshagen. Realität und ihr Widerschein im kollektiven Gedächtnis der Betroffenen und Anwohner. In: W. Meyer/K. Neitmann: Zwangsarbeit während der NS-Zeit in Berlin und Brandenburg. Formen, Funktion und Rezeption, Potsdam 2001, S. 211-222
  • Volkskunde und ländliche Gesellschaft. (Zus. mitWolfgang Jacobeit). In: Beetz, Stephan, Brauer, Kai, Neu, Claudia (Hrsg.): Handwörterbuch zur ländlichen Gesellschaft in Deutschland. Wiesbaden 2005, S. 240-247.
  • Das „Ökodorf Winleben“. Kulturelle Aspekte des Mensch-Umwelt-Verhältnisses im Transformationsprozess einer ostdeutschen Gemeinde. Ethnologische Perspektiven auf den Konflikt um nachhaltige Produktionsweisen. In: Binder, Beate u.a. (Hg.): Ort Arbeit Körper. Ethnografie Europäischer Modernen. New York u.a. 2005, 215-224.
  • Universitätsvolkskunde im Nationalsozialismus. Skizzen zur Fachetablierung und Öffentlichkeitsarbeit in Berlin. In: vom Bruch, Rüdiger: Die Berliner Universität in der NS-Zeit. Bd. II: Fachbereiche und Fakultäten. Stuttgart 2005, S. 133-147.
  • Aufbruch im Umbruch. Das Dorf Brodowin zwischen Ökonomie und Ökologie. Sonderheft der Berliner Blätter – Ethnographische und ethnologische Beiträge Heft 40/2006, 164 S.

 

Weitere Projekte

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

  • Arbeit für den Feind. Zwangsarbeiter-Alltag in Berlin und Brandenburg 1939-1945, Fritz Thyssen Stiftung, Land Brandenburg 1997-98
  • Freizeitverhalten in der DDR und in den neuen Ländern: Geselligkeit, Fest- und Konsumkultur, Deutscher Bundestag, Enquete-Kommission (zus. m. W. Kaschuba, I. Merkel), 1998-99
  • Volkskunde als öffentliche Wissenschaft. Die Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Berliner Volkskunde 1860–1960, DFG-Projekt, von Juni 2003 bis Mai 2006 (zus. m. W. Kaschuba, Mitarb.: I. Dietzsch, C. Kühn)
  • Volkskunde in der Metropole. Zur Entstehung eines volkskundlichen Wissensmilieus und zur Produktion kultureller Wissensformate in Berlin, DFG-Forschungsverbund: Volkskundliches Wissen und gesellschaftlicher Wissenstransfer. Zur Produktion kultureller Wissensformate im 20. Jahrhundert, ab August 2006 bis Juli 2008 (zus. m. W. Kaschuba, Mitarb.: S. Imeri und F. Schneider)
  • Exhibiting Europe: Politics of Display: Migration, Mobilities, and the Borders of »Europe« (Mitarb.: K. Poehls), Norwegischer Forschungsrat, gemeins. Projekt mit den Universitäten Trondheim/Norwegen und Portsmouth/ Großbritannien, Oktober 2008 bis September 2011
  • Der Homo Europaeus in der Nahrungsforschung und der Medizin. Teilprojekt im Rahmen des Forschungsverbunds „Imagined Europeans. Die wissenschaftliche Konstruktion des Homo Europaeus“ (BMBF)

Laufende Drittmittelprojekte

  • Volkskunde in der Metropole. Die Produktion kultureller Wissensformate und das volkskundliche Wissensmilieu in Berlin (1900–1945), DFG (zus. m. W. Kaschuba, Mitarb.: S. Imeri u. F. Schneider), von April 2010 bis März 2013